Anmerkungen zu den Bildern

Ich kann in den Bildergalerien keine Titel und Maße eingeben. Die großen Bilder sind 3x2,20 m, außer den Footballspielern, die sind 4x2,20 m. Die anderen Bilder sind kleiner, angefangen bei120x100cm, über 75x50cm bis zu ca. 30x30cm.   

 

 

Die Footballspieler sind mein Ausdruck für Fernweh nach New York oder Heimweh, je nach dem. Jedenfalls mag ich Football gerade mehr als Fußball. Als ich in New York gelebt habe, war das natürlich umgekehrt:)

Die Lust zu malen und Raum zu schaffen steht manchmal über allen anderen Überlegungen.  

Am Sport reizen mich immer wieder die Parallelen zur Kunst, bei beiden geht es oft über den Kampf zum Spiel und die Siege in der Verlängerung sind die schönsten, auch im Atelier!!!  

 

 

Das ins Rechteck eingearbeitetes Oval in der ersten Bildergalerie ist ebenfalls 3x2,20 m groß und hat den Titel "Transit Westberlin". Ganz rechts ist der Magdeburger Dom zu sehen, klein, wie ich ihn als ehemaliger West-Berliner von der Autobahn her immer gesehen habe. Erst nach und nach erschloss sich mir die ganze Geschichte der Stadt Magdeburg und des Doms.  2011 war ich endlich mal da. Im Bild zu sehen, bzw. zu erahnen sind Otto I. und seine erste Frau.  

Die Architektur des Doms ist  sehr ursprünglich, rein, Stein auf Stein, Zeit spürbar. Schade und störend die weißen, nicht farbigen Fenster neueren Datums. Sollte unbedingt etwas gemacht werden, am liebsten würde ich gleich damit anfangen!!!  

 

 

In der Serie World Trade Center kann man sehen, wie ich meine Bilder aufbaue. Spanplattenteile werden nebeneinander an der Wand angebracht, dann wird vorskizziert, dann ausgesägt und  Papier hinter den Platten  angeklebt und bemalt. Die ausgesägten Spanplatten werden mit Gardinenstoff( bedruckt oder unbedruckt) bespannt. Dann male ich auf dem Gardinenstoff und auch immer wieder noch auf dem Hintergrund, solange bis das Gefühl von Raum entsteht.  

 (Der Pseudoraum zwischen Hintergrund und Stoff hat etwas Hilfloses in seiner Kürze an Tiefe an sich. Dieses Gefühl genauer zu beschreiben, hole ich hier demnächst noch nach.) 

 

 

Das World Trade Center war praktisch von jeder Position aus  in der Stadt zu sehen, kein Tag an dem man es nicht ein paar Male sah. Man stand mit den Türmen auf und man ging mit ihnen ins Bett. Für die Ewigkeit gebaut, strahlten die Türme alleine durch ihre Größe eine unbedingte Sicherheit aus. Und immer wieder war der Anblick aufs Neue überwältigend, nachts manchmal dorthingelaufen, an der endlosen Wand nach oben geschaut. Tagsüber glitzerten die Türme schwerelos im Licht. Am Abend schwebte das WTC mit seinen erleuchteten Fenstern wie ein Raumschiff über dem Washington Square. Vom Flugzeug aus war es das erste, was man von New York sah und  gleich ging der Puls schneller vor Freude und Aufgeregtheit. 

 

 

Bilder sind für mich Fenster. Sie waren es immer für mich.  

Schon als Kind habe ich beim Versuch einzuschlafen, das durchscheinende Fensterkreuz hinter der Gardine im Kinderzimmer angestarrt. Es scheint, als wäre das Kreuz auf der Netzhaut hängen geblieben, jedenfalls gehts nicht weg. Und die Gardine ist auch immer noch da.

Der durchsichtige Gardinenstoff symbolisiert Leichtigkeit, Offenheit, Transparenz aber auch Verletzlichkeit und Vergänglichkeit. Im Bild steht er auch für den Blick nach Innen, wogegen der Bildhintergrund den Blick nach Außen zeigt.  

Der Bilderrahmen ist letztendlich mein Fenster im Atelier, durch bzw. auf das ich meine Bildwelten projeziere.

Rahmen und Stoff stehen immer auch für das menschliche Abbild an sich, indem das Skelett den Rahmen und die Haut den Stoff  darstellen.